Tour 2010

Motorradtour der Entenjäger 2010

Wieder ist ein Jahr vergangen. Die Entenjäger starten am 26. Juni um 7.30 Uhr. Wir sind wieder komplett. Helmut ist wieder Fit, na ja was man halt so Fit nennen kann, und Roland hat auch nach langer Suche seinen Führerschein wieder gefunden. Das Wetter ist perfekt. Schon vor dem Start gibt es die ersten Tränen zu lachen. Frank kommt ausnahmsweise mal zu spät, nachdem er schon heute Morgen, pünktlich um 5.00 Uhr, angefangen hat seinen Tankrucksack zu packen, stellt er nun fest, dass seine Magnete vom Tankrucksack nicht mehr an seinem Plastiktank haften bleiben, was doch die letzten 4 Jahre fehlerfrei funktioniert hat. Kurzerhand wurde der Tankrucksack halt mit Spannbändern befestigt. Nach reiflicher Überlegung fällt ihm auch mittlerweile ein, dass er die Grundplatte, die er auf dem Tank befestigt hat, wohl irgendwo unauffindbar verlegt hat. Unsere erste Tagesetappe führt uns in die Schweiz mit dem Ziel Splügen. Gegen 13.30 Uhr erreichen wir gut gelaunt den Vierwaldstättersee, um bei traumhaftem Wetter unsere Mittagspause zu genießen. Über den Gotthard Pass erreichen wir Splügen nach ca. 750 km erst so gegen 17.30 Uhr, wo wir das kleine Hotel (Walserhof) mit der sehr netten Wirtin (Ingrid) in Medels beziehen. Es ist alles super gelaufen, Michael hat zwar unterwegs seine Mütze verloren hat, was aber nicht weiter schlimm ist, somit ist auch bereits die erste Strafrunde gesichert. Da Fußballzeit ist, wird uns im Hotel gerne ein Fernseher zur Verfügung gestellt und wir genießen einen wunderbaren Abend.

2. Tag / 27. Juni

Fast pünktlich um 9.00 Uhr fahren wir weiter von Splügen nach Südtirol. Alle Entenjäger sind fertig, fast alle ! die Motorräder sind gepackt und alle Entenjäger stehen mit voller Ledermontur abfahrbereit bei ihren Mopeds. Einzig und alleine unser Frank fehlt, der genüsslich auf der Terrasse am rauchen ist und die Schweizer Bergwelt bewundert. Natürlich hat er seine Klamotten noch nicht gepackt. Es befindet sich noch alles, wie gehabt, auf seinem Zimmer. Nicht zu glauben. Jetzt müssen wir uns sputen, da das nächste Fußballspiel mit deutscher Beteiligung bereits um 16.00 Uhr stattfindet. Der Splügen Pass mit seinen 37 Kilometern Länge führt uns durch eine atemberaubende Berglandschaft nach Ciavenna. Von dort fahren wir Richtung Comersee und quer durch Oberitalien, über den Passo Tonale und schließlich über den Mendel Pass nach Bozen. Aus Zeitgründen lassen wir sogar das Mittagessen ausfallen, obwohl unser Hausarzt Michael uns dringend nötigt eine kurze Rast zu machen und zumindest etwas Kaltes zu trinken, um die anstrengende Fahrt bei diesen Temperaturen gut zu überstehen. Die gesamte Tagesetappe von ca. 350 Kilometern schaffen wir somit noch rechtzeitig. Um 15.40 Uhr, 20 Minuten vor Spielbeginn erreichen wir Pfalzen. Es war anstrengend, aber wunderschön. Jetzt heißt es Duschen, Trikot an und schminken und kaltes Weizen bestellen. Auf unserer Strecke bewegten sich die Temperaturen teilweise über 36° C. Selbst in Pfalzen sind es an diesem Tag noch über 30° C, somit ist für ausreichend Durst gesorgt.

3.Tag / 28. Juni

Wir beschließen heute nach zwei anstrengenden Anreisetagen einen Ruhigen zu machen. Ein Teil der Truppe, John, Ottmar, Gerd und Frank fahren nach Sterzing, um Ottmars langjährigen Traum zu erfüllen. Er will endlich in das ellenlange Tal bei Sterzing, welches allerdings eine Sackgasse ist. Und bevor er uns weitere 10 Jahre mit diesem Anliegen nervt, erfüllen die Jungs ihm diesen Wunsch. Die Anderen beschließen einen Wellness Tag zu machen. Es ist megaheiß. Hartmut, Rüdiger, Roland und Michael aalen sich lieber auf der Terrasse und im neu errichteten Whirlpool. Den Nachmittag verbringen wir wegen der enormen Hitze am Issinger Weiher, welcher die gewohnten 18 – 20° C nicht überschreitet, aber für diese Temperaturen sehr angenehm ist. Das Wetter ist so gut wie seit Jahren nicht mehr. Die Entenjäger sind bester Laune.

4. Tag / 29. Juni

Heute geht’s auf die Sella Ronda. Wir starten um 9.45 Uhr. Unsere Fahrt führt uns zu den Drei Zinnen, zum Misurina See. Hier machen wir auch unser aktuelles Jahresfoto, natürlich mit unseren neuen T-Shirts. Weiter geht’s nach Cortina D’ampezzo. Leider hat unsere Stammpizzeria geschlossen und wir fahren nach Arabbra, wo wir um 12.30 Uhr doch noch unsere langersehnte Pizza zu uns nehmen. Von dort geht es über den Pass Pordoi, das Sella Joch, Grödner Joch zurück über Bruneck nach Pfalzen. Gegen 15.30 Uhr sind wir wieder im Hotel. Es sind viele Urlauber unterwegs, viele Busse und Radfahrer. Leider etwas nervig. Es ist weiterhin heiß und somit auch ein wenig anstrengend. Die Stimmung ist genial. Die Jungs, Ottmar, Hartmut und Stefan genießen schon wieder Aperol Spritz im Whirlpool auf der Terrasse. Der Rest der Truppe vergnügt sich mit Weizenbier trinken, relaxen und Fußball gucken. An diesem Abend freuen wir uns auf das alljährlich immer wieder leckere Fondue, wenn auch bei diesen Temperaturen etwas ungewöhnlich.

5. Tag / 30. Juni

Kurzzeitig sah es nach Regen aus, aber die Wolken sind mittlerweile vorbei gezogen und die Sonne ist da. Die im Vorfeld geplante Tour können wir in dieser Form leider nicht fahren, weil John ein kleines technisches Problem mit seinem Motorrad hat. Wir besuchen somit eine Piaggio Werkstatt in Bruneck wo selbst die Reparatur einer BMW kein Problem ist. Es stellt sich heraus, dass die Kupplung defekt ist, aber der Fehler ist nach ca. einer Stunde behoben und somit fahren wir über das Würzjoch direkt nach Brixen, um Mittags eine Pizzeria aufsuchen und uns stärken. Über die Südtiroler Sonnenstraße erreichen wir kurz vor drei die Jause Irenberg zu kühlen Getränken. Später im Hotel angekommen, begrüßen wir auch Judit (unsere Masseurin), die aufgrund ihrer Hochzeit die ersten Tage nicht anwesend war und jetzt sofort mit Massage-Terminen bombardiert wird. Wir genießen einfach nur die Sonne, ob auf der Liegewiese oder wie gehabt im Whirlpool. Das Thermometer zeigt weiterhin über 30° C. Heute Abend stärken wir uns bei dem obligatorischen Grillabend und planen die Tagestour für den morgen zum Kalterer See.

6. Tag / 01. Juli

Über den Valparola Pass geht’s zum Marmolada Gletscher mit dem Ziel Kalterer See. Die Strecke ist wunderbar und da wir den Pass Valporola von dieser Seite noch nicht befahren haben, verschätzen wir uns (Rüdi)  etwas mit der Kilometerzahl. Die angekündigten 80 – 100 km reichen bei Weitem nicht aus, sondern es sind 180 km, sodass wir erst gegen 13.30 Uhr am Kalterer See eintreffen. Bei Spagetti essen in brütender Hitze  39° C und einer Runde schwimmen, geht es wieder zurück, wo wir um kurz vor fünf im Hotel eintreffen. Jetzt werden endlich die bereits gebuchten Massage-Termine wahrgenommen, ohne vorher den alltäglichen Whirlpoolgang auszulassen. Den Abend verbringen wir gutgelaunt auf der Terrasse.

7. Tag / 02. Juli – Heimreise

Wir  starten um kurz nach acht. Die Fahrt verläuft ohne jegliche Komplikationen. Selbst auf der Autobahn bei Aschaffenburg, bei stellenweise 38° C, gibt es dieses Jahr keine Probleme. Nach lediglich einer kurzen Mittagsrast in Geiselwind bei Mc Donalds, erreichen wir nach in nur 8 Stunden Breitscheid. Jetzt gilt es noch hurtig einige gesponserte Runden zu trinken, die von Klaus Deisel, Armin und natürlich Frank, der noch diverse Strafrunden zu bezahlen hat. Um 18.00 Uhr sind alle Entenjäger glücklich und wohlbehalten zu Hause. Ein perfekter Urlaub geht zu Ende und die Freude auf das nächste Jahr ist bereits groß.