Tour 2009

Motorradtour der Entenjäger 2009

Wir starten am Samstag, d. 04. Juli unsere diesjährige Entenjägertour. Leider fehlt aus Krankheitsgründen unser Helmut und Roland hat irgendwo seinen Führerschein verloren und findet ihn nicht mehr. Wir starten in Breitscheid kurz nach 08.00 Uhr und da Frank gesundheitlich ebenfalls Probleme hat, ist er bereits mit seinem Motorrad auf  einem Anhänger seit drei Stunden unterwegs. Wir sind also mit 6 Motorrädern plus  Sozius (Ottmar) 7 Jungs  und in Pfalzen wird noch unser Wanderfreund Michael dazu zustoßen. Das Wetter ist angenehm. Es ist wenig Verkehr und wir kommen gut voran. Die erste Tagesetappe nach Sölden beträgt 620 km, die wir ohne große Probleme gegen 16.30 Uhr bei angenehmem Sonnenschein erreichen und uns auf gekühlte Getränke freuen, da Frank bereits vor uns da war und somit schon Gelegenheit hatte, ein schönes Hotel zu auszusuchen . Der Abend verläuft fröhlich und die Entenjäger geben wie gewohnt alles. Wir haben sehr nette Gastgeber und genießen den Abend bei leckerem essen mit einigen Bieren und sehr gutem Rotwein.

Sonntag, 05. Juli

Die Entenjäger amüsieren sich noch über den wunderschönen Abend im Hotel „Hubertus“ in Sölden. Einige von uns haben jedoch noch leichte Anlaufschwierigkeiten und wir beginnen mit einem gemeinsamen Frühstück um 8.30 Uhr. Alle Entenjäger sind pünktlich anwesend. Als besonders nette Geste bekommt John von der Hotelchefin sein letztes Bier, was er aus nicht erklärlichen Gründen an der Theke hat stehen lassen bevor er zu Bett ging, eingefroren in einem Plastikbeutel überreicht. Gegen 9.40 Uhr verlassen wir Sölden. Frank ist bereits mit Auto und Anhänger unterwegs. Nach wenigen Minuten am Ortsausgang kommt  schon der erste kleine Aufreger.  Wir wurden geblitzt wund am frühen Sonntagmorgen  von der Polizei angehalten. Der Erste und der Letzte müssen bezahlen. Dumm gelaufen! John mit Ottmar auf dem Sozius  zahlt 25 €, geteilt durch 2 und Gerdi als Letzter ebenfalls 25 €. Laut Aussage der Polizei haben wir eine geringfügige Geschwindigkeitsüberschreitung, bei vorgeschriebenen 50 km/h wurden wir mit 70 km/h geblitzt. Alle Fahrer in der Mitte der Kolonne gehen selbstverständlich straffrei aus, da man wohl nicht alle blitzen konnte. Als der nette Polizist nach einem Gruppenfoto mit Gerdi vorschlägt die Strafe auf alle zu verteilen erschallt freudiges Gelächter. Witzig, witzig. Wenn die auch so rasen oder immer vorne fahren wollen, selbst schuld!

Die gesamte Tagesstrecke von Sölden nach Pfalzen beträgt nur 140 km. Aber wir haben zwei superschöne Pässe vor uns, übers Timmelsjoch mit seiner Höhe von über 2500 m, welches mittlerweile auch auf italienischer Seite bestens ausgebaut ist und den Jaufen.

Es ist ein Traumtag mit wunderschönem Wetter und wir freuen uns schon auf das von Rüdi angekündigte Trecker treffen in Pfalzen besonders Steffi. Er sehnt sich nach seinem ersten Event in Pfalzen nach den vielen legendären Erzählungen der Entenjäger vergangener Jahre. Wir machen somit keine große Pause, um pünktlich da zu sein. Als wir  Pfalzen bereits gegen 13.00 Uhr erreichen, ist von dem voller Vorfreude erwarteten Treckertreffen leider nicht viel zu sehen und Steffi ist den Tränen nahe. Gott sei Dank bestätigt Cindy Rüdigers Aussage, dass dieses Treffen kurzfristig, wegen eines Todesfalles, abgesagt wurde.

Da wir nun relativ früh in Pfalzen auflaufen, ist die Gefahr jedoch sehr groß, dass es für Einige von uns früh dunkel wird. Deshalb beschließen einige Entenjäger nach ein paar Bieren ein wenig zu ruhen und sich von der strapaziösen Anreise zu erholen, was sich auch  im Nachhinein als glückliche Fügung herausstellt.  Man sieht es besonders daran, dass unsere guten Freunde Gerdi und Frank die keine Lust auf Ruhe hatten den Abend etwas früher beenden.

Da für die nächsten beiden Tage etwas schlechteres Wetter vorhergesagt ist, werden wir uns überraschen lassen, ob es auch tatsächlich dazu kommt. Bisher ist es noch wunderbar trocken und warm, 29° C in Pfalzen.

Ach, noch mal bezüglich des Timmelsjoch. Unser Frank darf nur mit seinem Anhänger das Timmelsjoch passieren, weil auf diesem Anhänger ein italienisches Motorrad steht. Ducati nennt sich der Schraubenhaufen. Und somit lassen ihn die Italiener ohne großes Procedere passieren.

Montag, 06. Juli

Leider haben sich die Wetterprognosen bestätigt und es regnet. Nach einer Wartezeit von ein bis zwei Stunden beschließen wir, heute kein Motorrad zu fahren. Erstaunliches gibt es von der letzten Nacht zu berichten. Als ich frühmorgens erwachte,  war mein Nachbarbett unbenutzt. Mein Zimmergenosse Frank war spurlos verschwunden. Wie sich beim Frühstück herausstellt hat er es anscheinend nicht mehr geschafft, unser Zimmer zu finden ( das Hotel ist aber auch groß ) und sein eigenes Bett aufzusuchen. Er hat halt lieber das Bett von Gerdi im Nachbarzimmer genommen worauf Gerdi dann halt mit der Couch vorlieb nehmen musste weil es wohl  nicht mehr möglich war, Frank aus seinem Bett zu vertreiben.

Ja Jungs, Ihr hättet wohl besser doch auch mal geruht!

Die Entenjäger sind insgesamt nicht böse wegen dem Wetter. Im Gegenteil, eigentlich haben wir haben uns ja regelrecht einen Ruhetag gewünscht. Hartmut bestellt zum Frühstück bereits die erste Weinschorle und Gerdi findet wahrhaftig nach stundenlangem Suchen seinen Zimmerschlüssel in der Tasche von Michaels Bademantel. Klasse !

Dienstag, 07. Juli

Wir wollen fahren und sitzen bereits auf den Motorrädern. Kurz vor Kienz fängt es schon wieder an zu regnen, worauf wir beschließen zuerst einmal nach Bruneck zu fahren  und abzuwarten wie es mit dem Wetter so weitergeht. Nach ca. zwei Cappuccino in verdichten sich die Anzeichen, dass es nicht heute nicht mehr besser wird und  immer weiter regnet. So ist es dann auch.

Gegen Mittag fahren wir zurück ins Hotel und benutzen den angenehmen Wellness -Bereich desselbigen. Seltsamerweise ist Alkohol heute noch überhaupt kein Thema. Der letzte Abend war wohl doch lange und anstrengend.

Die Entenjäger sind krank, zumindest die Meisten. Ein Magen-/Darmvirus hat sich breit gemacht. An Essen und Trinken ist vorläufig nicht zu denken. Der Besuch der Pizzeria endet kläglich. Na ja der gute Wille war da. Einige liegen immer noch flach, aber zumindest das Wetter scheint sich zu bessern.

Mittwoch, 08. Juli

 Die Sonne scheint und die Prognosen der nächsten Tage sind wieder gut. Der Tag verläuft genau wie angekündigt. Nach unserer geplanten Dolomitenrunde über das Penser Joch auf den Ritten, fahren wir weiter ins Eisacktal übers Grödner Joch zurück nach Wolkenstein. Weiter  zieht es uns über Covara nach Bruneck. Auf der Jausestation „Irenberg“ gibt es noch eine wunderbare Schinkenplatte und sogar das Weizenbier schmeckt wieder.  Die Entenjäger sind zurück im Leben. Wir sind gegen 18.00 Uhr im Hotel. Die Entenjäger sind allgemein wieder auf dem Weg der Besserung. Die Lebensgeister kommen zurück und wir freuen uns auf ein wunderbares Abendessen. Heute gibt es wie gewohnt Fondue.

Donnerstag, 09. Juli

Das Wetter ist wieder schön. Unsere Fahrt geht über das Würz Joch nach Bozen, weiter nach Kaltern um uns ein Stündchen an den Kalterer See zu legen. Allen Entenjägern geht es wieder blendend. Da wir die eigentlich geplante Tour wohl etwas zu lange vorgesehen haben und etwas viele  Pässe gefahren sind, kürzen wir kurzfristig ab und fahren über den Plose Pass, das Würz Joch, von dort zum Passo Erbe nach Vilnoss. Weiter geht unsere Fahrt nach Klausen, von dort fahren wir parallel zur Autobahn ins Eckental. Aus Zeitmangel fahren wir ab hier über den Karer Pass weiter über den Nigerpass und wieder nach Bozen. Es ist heiß, endlich. über 30° C. Von hier geht es über die Autobahn nach Brixen und zum Schluss noch mal die Sonnenstraße direkt zum Issinger Weiher. Nach einer kurzen Erfrischung sind wir gegen 17.00 Uhr zurück im Hotel. Der letzte Abend steht bevor und es ist Grillen angesagt. Wir genießen den Abend bei angenehmen Temperaturen auf der Terrasse.

Erstaunliches gibt es jedoch vom allabendlichen Smalltalk zu berichten. Einige der Entenjäger, um genau zu sein Hartmut,  Frank und Steffi offenbaren Ihre Feminine Ader und outen sich.

Sie besuchen regelmäßig diverse Kosmetikstudios und stehen auf Pediküre und Maniküre und was auch immer !

Ob sie sich auch die Nägel lackieren lassen ? Es wird schon über neue rosafarbene T Shirts diskutiert und eine Umbenennung der Entenjäger in Entchenjägerchen ! Ups !!

Es gibt zumindest reichlich Gesprächsbedarf und jede Menge Spaß.

Freitag, 10. Juli

Die Heimfahrt steht an. Um 08.15 Uhr geht es los. Die Sonne scheint. Frank, unser Held, reißt sich zuerst einmal den Stecker ab, welcher den Anhänger mit seinem Auto verbindet, somit funktioniert kein Licht, kein Blinker, gar nichts! Alle Versuche der Reparatur scheiten und die Zeit verrinnt. Deshalb haben wir etwas Verspätung, aber die Reise muss weitergehen. Wir haben noch 742 km vor der Brust. Es  ist wechselhaft, mal Sonne, mal Kälte, aber immerhin kein Regen. Gegen 17.00 Uhr erreichen wir Breitscheid. Zumindest die Motorradfahrer. Die Heimreise war o.k. Frank fehlt und wie sich später herausstellt hat sein Auto mit einem Elektrikschaden in der Nähe des Spessarts Rastplatzes endgültig schlapp gemacht. Er wird abgeschleppt und muss mit einem Leihwagen die Heimreise nach Hause antreten. Somit ist er der Letzte, der Entenjäger erst gegen 21.00 Uhr zu Hause. Trotz aller Schwierigkeiten war es wieder eine wunderbare Tour und die Entenjäger erzählen im Schützenhaus bereits die ersten Stories, zwar ohne Frank, aber meistens über Frank,  der noch mit seinem Leihwagen auf der Autobahn hängt. Trotz alledem kommen alle gut nach Hause und wir freuen uns bereits jetzt auf 2010!