Tour 2008

15 – 21 Juni

Die Entenjäger starten am 15.06. pünktlich um 07:15 Uhr. Das Wetter ist trocken, allerdings sehr kalt – nur 10°. Vanucci (Helmut) läuft mit seiner neuen Maschine ein und hat sogar seinen wunderschönen grünen Helm gegen einen matt-schwarzen ausgetauscht. Das geschmackvolle Krokodilmuster wurde leider entfernt (Danke Beate!). Das einzige was jetzt noch an unseren Helmut erinnert ist die Original-Vanucci Hose. Leider ist Frank dieses Jahr beruflich verhindert und nicht dabei. Hartmut hat sich beim Apfelweintrinken so extrem verletzt, dass beide Hände genäht werden mussten, was für das Motorradfahren nicht gerade förderlich ist, sodass er gemeinsam mit Ottmar die diesjährige Tour im MG startet.
 Unsere erste Rast ist in Würzburg. Mittlerweile ist es etwas wärmer geworden und zumindest trocken. Über Greding und nach dem Frühstück bei Mc Donalds geht es weiterRichtung Süden. Die Fahrt verläuft problemlos. In Österreich angekommen sind es wunderbare 25°. Wir fahren über Innsbruck und dem Brenner nach Italien. Hier fängt esjedoch wieder an zu nieseln und es wird wieder kälter. Wir haben nur noch 13° und es regnet. Trotzdem erreichen wir gegen 15:15 Uhr unser Hotel Kristall in Pfalzen.Der Empfang ist wie gehabt oberherzlich, mit Speckbrot, Wein und einem Begrüßungsschnaps. Außer einem weiteren Ehepaar sind wir zur Zeit die einzigen Hausgästeund genießen (trotz dem leichten Regen) die ersten Stunden auf der Terrasse.Für den heutigen Abend beschließen wir alle in „WEISS“ aufzulaufen, was somit auch gleichzeitig für den nächsten Tag gilt. Dieses Jahr ist ja wieder Fußballzeit – EM 2008 –und wir freuen uns jetzt schon auf tolle Fußballabende. Wir lassen es am Montag (16.06.) sehr langsam angehen. Das Wetter ist nicht so gut. Was aber die Entenjäger nicht zu stören scheint, da die Meisten noch ihre Wundenvom letzten Abend lecken. Auch dieses Jahr gibt es wieder Neuigkeiten von Gerdi. Wie Manni berichtet, hat er ihn vier Mal in den Aufzug gesetzt und trotzdem ister immer wieder runter gekommen. Natürlich standesgemäß in einem Bademantel, wenn auch in einem nassen Bademantel, warum auch immer… Das Wetter gestaltet sich so, dass an Motorradfahren nicht zu denken ist…Natürlich macht auch der Stand der Technik vor den Entenjägern nicht halt. Michael hat zum ersten Mal in der Entenjägergeschichte ein Motorrad mit Navi und wir nutzen den Regentag, um schon einmal die Strecke für unseren geplanten Gardaseeausflug einzugeben. Weiterhin haben Rüdi und Gerdi mittlerweile eine Bluetooth-Gegensprechanlage, die hervorragend, natürlich nach anfänglichen Startschwierigkeiten, selbst bei größeren Entfernungen funktioniert.
 Nach dem wunderbaren ersten Abend, freuen sich vermutlich auch die zwei anwesenden Hausgäste, dass endlich etwas Leben in der Bude ist. Wir legen einen ausgiebigenSaunanachmittag ein und freuen uns am Abend über den 1:0 Sieg gegen Österreich. Lediglich unser guter Freund GV hat das halbe Hotel auf den Kopf gestellt,auf der Suche nach seinem Handy, was er dann Gott sei Dank – Stunden später – unter seinem Bett wiedergefunden hat. Ich glaube hier war doch wieder Alkohol im Spiel?! Am Dienstag (17.06.) ist der Start besser. Es ist zwar noch bewölkt, aber die ersten blauen Lücken sind am Himmel zu sehen. Wir starten also unsere Tour und beschließennoch mal, wie im vergangenen Jahr, den Lago di Sauris zu besuchen. Diesmal jedoch mit einer etwas geänderten Anfahrtsrunde. Unsere Route führte uns über Innichen, von dortüber den Passo Mauria, entgegen der Tour vom letzten Jahr, über den Forni di Sobro Richtung Ampezzo. Von dort weiter zum Lago di Sauris. Anschließend über den Sella diRazzo und dem Pass Lavardet wieder Richtung Auronzo, wo wir noch den Passo Zovo überqueren. Von dort geht es weiter über den Passo Tre Croci nach Cortina.Gegen 16:00 Uhr müssen wir dann doch noch mal die Regenkleidung anziehen. Kurz vor Cortina fängt es kräftig an zu Schütten und wir brauchen ab hier noch ca. 1 ½ Stundenum gegen 17:30 Uhr wieder im Hotel in Pfalzen zu sein.Die Wetterprognosen für den nächsten Tag sind jedoch bestens. Wir planen deshalb unsere Gardaseerundfahrt und legen die Abfahrtszeit auf 09:00 Uhr fest. Der Mittwoch (18.06.) beginnt toll. Die Sonne scheint und es wird allmählich wärmer. Wir starten pünktlich, wie vereinbart. Über Brixen geht es parallel zur Autobahn bis kurz vorBozen. Von hier aus geht es ins Eggental. Ab hier erwartet uns eine Vielzahl an Pässen Richtung Gardasee. Jedoch ist es einfach nicht möglich sie alle an einem Tag zubefahren. Wir fahren über Welchenhofen und überqueren das Lavaze Joch. Weiter geht es über den Passo di Manghen. Ein wunderbares Hochtal erwartet uns. Die Straßeist ein absoluter Traum. Sie ist dermaßen schmal, dass keine zwei Autos nebeneinander her passen. Oben auf der Hochebene stehen Kühe mitten auf der Straße. Weitergeht es über den Passo de la Fricka, wo wir um ca. 15:00 Uhr in einer italienischen Bar noch eine Portion Spagetti bekommen. Wir sind zwar etwas spät, aber die Leute sindsehr nett und wir werden hervorragend bewirtet. Dieser Tag gefällt uns traumhaft gut, weil alles Neuland ist und die Entenjäger beschließen für die Zukunft so etwas öfter zutun. Auch unsere Autofahrer kommen recht gut mit. Leider verfahren wir uns 1-2 Mal, trotz der absoluten Neuheit – 
Michaels Navi. Gegen 17:00 Uhr erreichen wir den Gardasee.Wir fahren über Torbole nach Malcesine, wo wir im zweiten Anlauf ein tolles Hotel finden. Wir haben einen absoluten „Sechser“ gezogen. Wir wohnen direkt am See undhaben sogar eine Tiefgarage für unsere Motorräder. Die Sonne scheint und es ist heiß. Das Thermometer zeigt über 30° und ein herrlicher Abend beginnt. An diesem Abend können wir endlichdie Entenjägerwette einlösen.Der erste Opa unter uns zahlt das Essen und Michael die Getränke. Man kann sich ja vorstellen wer günstiger davon kam. Nach dem Pizzaessen geht es in die wunderschöneAltstadt von Malcesine. Wir finden Platz unter freiem Himmel in einer italienischen Bar und erfreuen uns an Bier, Ramazotti und lassen unseren Michel richtig bluten.Was ihn aber nicht sonderlich zu stören scheint, da er ab und an ein wohlverdientes Schläfchen einlegt. Als wir ca. gegen Mitternacht wieder im Hotel sind, haben dieEntenjäger nichts Besseres zu tun als den Nachtportier zu bitten doch noch einige Flaschen Rotwein auf den Balkon zu bringen, um die netten Gespräche inangenehmer Atmosphäre weiterzuführen. Ich ärgere mich heute noch, dass ich das verpasst habe und dummerweise brav zu Bett gegangen bin. Wir starten am Donnerstag den 19.06. unsere Tour um 08:45 Uhr von Malcesine. Wir fahren einmal komplett um den Gardasee und es ist sehr heiß. Unser erster Treffpunkt mitdem Auto ist Salo im Süden des Gardasees. Hier ist Zeit für eine kurze Rast mit einem Cappuccino. Von Salo geht es Richtung Idrosee. Weiter ist unsere Reise geplant RichtungMadonna di Campiglio. Dummerweise verpassen wir jedoch die Abfahrt auf den Maniva Pass und geraten stattdessen auf eine Landwirtschaftsstrasse, die ebenfalls den NamenManiva trägt. Nach ca. 4 km kommen uns hier einige Motorradfahrer entgegen, die uns andeuten, dass wir umkehren sollten. Diese Warnung wird jedoch von John mit den Worten„Quatsch, die haben keine Ahnung“ vollkommen ignoriert und weiter geht die Fahrt noch 5 km den Berg hinauf. Die Straße ist maximal 2,5 m breit, hat ca. 500 Kurven, die alle180° haben und in jeder dieser Kurven liegt Rollsplitt. Leider nichts für BMW RT Fahrer, es macht keinen Spass. Das kostet uns so viel Zeit, dass wir nach diesem tollenErlebnis die geplante Route abändern müssen. Für diese wunderbare Idee bekommt John natürlich eine Strafe in Form einer Doppelrunde aufgebrummt. Unseren nächstenStop vereinbaren wir mit den Autofahrern am Molvenosee. Dort ist es wunderschön und wir legen eine Brotzeit ein. Weiter geht es über Mezzo Lombardo Richtung Pfalzen.Wir erreichen die Autobahn ca. 35 km südlich von Bozen. Pünktlich um 18:15 Uhr sind wir zurück. Es bleibt noch genügend Zeit um uns für das Deutschlandspiel vorzubereiten. Wir sind an diesen beiden Tagen ca. 650 km gefahren,haben viele neue Sachen erlebt und sind von diesen Stunden einfach restlos begeistert. Das eine oder andere ist noch verbesserungsfähig. Wir brauchen noch etwas besseresKartenmaterial und vielleicht ein etwas besseres Navi. Aber ansonsten waren die beiden Tage nur genial. Ein spannender Fußballabend steht bevor – Deutschland : Portugal. Schlussendlich gewinnen wir 3:2. Ein krönender Abschluss eines wunderbaren Tages. Am Freitag den 20.06. fahren wir noch eine kurze Tour, da morgen die Heimreise ansteht. Wir fahren über Brixen auf das Würzjoch. Oben am Plose angekommen gibt es wieüblich eine kurze Rast und wir sind gegen 14:00 Uhr wieder im Hotel und verbringen den Rest des Nachmittags faul am Issinger Weiher, da das Wetter wunderbar ist. DieTemperaturen liegen wieder über 30° und wir nutzen die Gelegenheit noch einmal etwas auszuspannen. Wir vereinbaren für den letzten Abend natürlich unser bestes Outfit anzuziehen und entscheiden uns für unser Hemd. Und schon beim Beschluss der Kleiderordnung ordertMichael die nächste Runde Bier, da ihm einfällt, dass sein Hemd in Breitscheid ist. Vielen Dank Michael! Helmut ist bereits am Morgen nach Hause gefahren, um seinem zukünftigen Schwager (Bürgermeisterkandidat) tatkräftig in Form von Prospekte verteilen, Plakate anklebenund Wahlreden halten, zur Verfügung zu stehen. Ob dieser Einsatz von Erfolg gekrönt wurde, stand bei Redaktionsschluss leider noch nicht fest. Die Entenjäger treten am Samstag den 21.06. die Heimreise an. Vereinbart ist 08:00 Uhr. Nur unser Dicker (der Autofahrer Hartmut) verpennt, was eigentlich ungewöhnlich ist.Aber wohlwissend nicht Motorrad fahren zu müssen, hat er unseren Manni bis weit nach 03:00 Uhr an der Bar aufgehalten und was nicht unschwer zu sehen ist, nichtbei Wasser und Apfelschorle, worauf er freizügig Ottmar bittet, die ersten 400-700 km selbst zu fahren. Die Fahrt verläuft super, es ist sehr heiß und wir kommen gut voran.Doch dann: Kurz vor Aschaffenburg sind Bauarbeiten und ein Tunnel ist gesperrt. Die Entenjäger zerstreuen sich in einzelne Gruppen. Es wirft uns über eine Stunde zurückund wir müssen durch 15 km Stau fahren. Die Autofahrer mit Verkehrsfunk finden eine recht gute Umleitung, die anderen kämpfen sich hartnäckig durch, um dann totaldurchgeschwitzt bei 30° um 17:00 Uhr Breitscheid erreichen. In gewohnter Weise trinken wir im Schützenhaus noch die von Frank versprochene Doppelrunde. Alle sind wieder gesund zu Hause und wieder einmal war es eine wunderschöne Woche und ein tolles Erlebnis