Tour 2013

Entenjägerurlaub 2013 – 20 jähriges Jubiläum in Pfalzen

  1. Tag / Samstag, 29.06.2013

 Abfahrt 8:00 Uhr. Wir sind zu Acht. Leider können nicht mitfahren: Frank Werner wegen eines Trauerfalls und Michael Saar wegen eines beruflichen Termins. Kurz vor der geplanten Abfahrt verschieben wir diese um eine Stunde, da es mächtig am regnen ist. Gegen 9:00 Uhr starten wir dann, jedoch der Regen hört nicht auf. Unser heutiges Tagesziel heißt Landeck mit genau 600 km. Es regnet ohne Unterlass. Nur ein einziges Mal und das komplette neun Stunden. Bereits nach einer Stunde ist Helmuts neue Jacke „Vanucci“ total durchnässt. Das eigentlich regendichte Teil hält nicht das, was es verspricht. Helmut kauft an jeder Tankstelle eine Zeitung, jedoch nicht um sie zu lesen, sondern um diese vorne in die Jacke einzuklemmen und so das Wasser aufzusaugen. Wir fahren nach Würzburg und weiter auf die Autobahn Richtung Füssen. Kurz vor dem Fernpass, nach mittlerweile 7 Stunden, der nächste Aufreger – 15 km Stau, auf Grund einer Baustelle. Die Temperaturen fallen auf 8 Grad. Mein Navi hat mittlerweile den Dienst eingestellt, vermutlich ertrunken. Die Sprechanlage, mit der Verbindung von mir zu Gerdi, ebenfalls abgesoffen. Dennoch kommen wir alle gesund und munter im Hotel Nussbaum um 17:30 Uhr in Landeck an. Das Hotel ist wunderbar gelegen, nicht weit von den Landesgrenzen Österreich und der Schweiz und die Leute sind äußerst nett. Glücklicherweise können wir die Motorräder, bei immer noch starkem Regen, in der Garage unterhalb des Hotels abstellen. Michael Gail, der einzige Autofahrer unter uns, erreicht das Hotel ca. 30 Minuten nach uns, obwohl er erst gegen 13:00 Uhr losgefahren ist. Mit seiner gewählten Route über den Arlberg hat er weder Probleme mit Nässe noch mit Stau. Das gemeinsame Abendessen im Hotel ist äußerst lecker. Den Rest des Abends, bis ca. 00:00 Uhr, verbringen wir gemütlich an der Bar, selbst Rauchen ist dort erlaubt.

  1. Tag / Sonntag, 30.06.2013

 Wir starten um 10:00 Uhr, nachdem die Motorradkleidung im Heizungskeller des Hauses recht gut getrocknet ist. Es ist zwar nicht warm, aber immerhin 16 Grad und die Sonne scheint. Es ist trocken. Unsere erste Rast planen wir nach der Überquerung des Reschenpasses am Reschensee, wo wir ein gemeinsames Webcam-Foto, was man hinterher im Internet nachschauen kann, mit der versunkenen Kirche bzw. dem Kirchturm machen kann. Unser Autofahrer Michael kann bis dahin noch einigermaßen mithalten, jedoch wird der Verkehr immer stärker und so ist es für ein Auto unmöglich den Motorrädern zu folgen. Die heutige Etappe führt über das Stilfserjoch, was an diesem Tag für Autofahrer auf Grund eines Motorradtreffens gesperrt ist. Es ist ein tolles Abenteuer mit geschätzten 1.000 – 2.000 Motorrädern, die heute den Pass überqueren. Weiter geht’s nach Bormio, wo wir auch unsere Mittagspause einlegen. Die Temperaturen sind mittlerweile sogar auf 23 Grad gestiegen und weiter geht’s über den Gaviapass, der immerhin auch 2.620 m hoch ist. Das Stilfserjoch mit 2.780 m bleibt unvergessen. Tausende Motorradfahrer, Fahrradfahrer und sogar Skifahrer tummeln sich oben auf der Passhöhe. Auch auf dem Gaviapass liegt noch richtig viel Schnee. Links und rechts der Straße türmen sich die Schneeberge. Weiter geht es über den Passo Tonale, ein typisch italienisches Skigebiet. Von dort führt uns die Fahrt Richtung Mendelpass, den wir auf Grund der Uhrzeit jedoch auslassen, um zügig von Bozen die 50 km Autobahn bis ins Pustertal zu fahren. Endlich, die Temperaturen in Bozen erreichen am Nachmittag über 32 Grad und wir sind um 18:00, nach 380 km toller Fahrt, glücklich im Hotel.

  1. Tag / Montag, 01.07.2013

Nach 2 längeren Touren in den beiden vergangenen Tagen ist heute eine kürzere Tour angesagt. Das Wetter ist top. Die Temperaturen in Pfalzen sind bereits bei 26 Grad angelangt. Unsere Fahrt führt uns nach Valz, wo wir mit einem kurzen Fußgang ein Bauerndorf erreichen und uns eine kurze Rast gönnen. Gegen 12:00 Uhr geht die Fahrt weiter nach Meransen, ein kleines Skigebiet in der Nähe von Pfalzen. Weiter geht es nach Brixen, bei mittlerweile 28 Grad angelangt, überfahren wir den Hausberg (Plose) hinauf auf´s Würzjoch, wo wir gegen 13:30 Uhr eine Mittagspause einlegen. Später geht es weiter über Zwischenwasser Richtung Bruneck. Da Hartmut mittlerweile fast keinen Sprit mehr im Tank hat, fahren mit Tempo 50 zur nächsten Tankstelle, die allerdings erst kurz vor Bruneck auftaucht. Die Tankfüllung von 20 Litern ist mittlerweile total hinten gegen und wir haben wirklich Glück, dass wir die ganzen Tunnel, ca. 10 Stück Nonstop, ohne trocken zu fahren, noch hinter uns bringen konnten. Kurz nach Mittag geht’s dann auf einen Absacker zur Jausenstation Irenberg, um gegen 17:00 Uhr spätestens wieder im Hotel Kristall anzukommen. Die Temperaturen sind so angenehm, dass unser Trio Hartmut, Ottmar und Stefan sofort den Außenwhirlpool aufsucht und sich von Traudel Aperol Spritz direkt an den Pool anliefern lässt. Einige der Hausgäste der vergangenen Jahre, das Ehepaar aus Sachsen, ist auch wieder zur gleichen Zeit in Pfalzen. John wundert sich, dass die sehr angenehmen und netten Leute nicht bereits in Landeck schon zu uns gestoßen sind. Tagestour 150 km.

  1. Tag/ Dienstag, 02.07.2013

Weiter geht es nach Sölden durchs Ötztal bis nach Ötz, von dort biegen wir ab über Hochötz nach Kühtai, weiter Richtung Innsbruck nach Axam und von später die alte Brennerstraße hinauf zum Brenner Ort. Es ist bereits 16:00 Uhr. Weiter gehtt es über Sterzing, noch ein paar Kilometer die Autobahn nach Brixen, um dann noch die Südtiroler Sonnenstraße über Terenten zu genießen, wo wir alle die Motorräder noch mal richtig laufen lassen um dann oben von den Carabinieri per Handzeichen gebeten werden es etwas langsamer angehen zu lassen. Nach einem Traumtag sind wir gegen 17:00 Uhr in Pfalzen. Erstaunlich an diesem Tag und besonders erwähnenswert ist, dass Helmut zum ersten Mal nichts zu meckern hat und sogar das Ein oder Andere freundliche Wort in die Runde wirft und zeigt damit allen wie er sich über die heutige Tagestour von 330 km gefreut hat. Rüdiger darf die erste Strafrunde auf Grund eines falschen T-Shirts bezahlen, aber es stehen noch weitere Strafrunden aus. Helmut z.B. hat gegen die Mützenpflicht verstoßen, Roland hat das T-Shirt falsch herum angezogen und Stefan hat die Entenjäger eine halbe Stunde warten lassen, weil er seine Handschuhe vergessen hatte und zu guter letzt ist von John noch eine Runde offen. Er hat bei der Fahrt über das Stilfserjoch sein Motorrad fallen lassen, sein Tankrucksack hat in einer engen Kurve den Notausschalter des Motorrades abgedrückt, somit konnte er sein Moped nicht mehr halten. Leider hat es von uns keiner gesehen, jedoch gut dass nichts passiert ist.

Besonders erwähnenswert in diesem Jahr ist übrigens, dass wir aufgrund unseres 20-jährigen Entenjäger-Jubiläums im Hotel unseren kompletten Hauswein mit speziellen Entenjäger Labels bekommen. Weiterhin hat jeder der Entenjäger ein handgemachtes Motorrad in Einzelanfertigung bekommen, wo auch der besagte Entenjäger-Rotwein bereits enthalten ist. Eine nette Geste und auch ein schönes Andenken.

  1. Tag/ Mittwoch, 03.07.2013

Auf Grund der angekündigten Gewitter gibt es heute eine Tour in der Nähe vom Hotel. Es geht auf einen Cappuccino zum Praxer Wildsee, ca. 45 km entfernt. Noch ist es warm, über 20 Grad und vom Gewitter nichts zu merken. Weiter geht es nach Bruneck auf den Vogelpass, jetzt kommen die ersten Regentropfen und es zieht ein Gewitter auf. Wir brechen die Passfahrt ab und schleunigst geht’s zurück ins Hotel. In der Umgebung gehen überall schwere Gewitter nieder, jedoch in Pfalzen nur ein paar Tropfen. Also nutzen wir den Nachmittag und fahren mit Mannis Hotelbus zum Einkaufen nach Bruneck. Wie gewohnt werden im „Supertip“ Schinken, Käse und Brot eingekauft. Anschließend geht’s noch in eine Bar nach Bruneck wo wir uns einen Aperol Spritz schmecken lassen. Am späten Nachmittag legen wir einen Saunagang ein bevor es zum gemeinsamen Pizzaessen zum Issinger Weiher geht. Einige der Entenjäger, die gestern wohl etwas länger auf waren, wie z.B. Hartmut, Ottmar und John, verabschieden sich schon relativ früh von der Truppe. Ansonsten endet der gemütliche Abend an der Bar.

  1. Tag/ Donnerstag, 04.07.2013

 Das schöne Wetter ist wieder da und da bereits morgen die Heimfahrt ansteht, gibt es heute nochmal eine kleine Tour, ca. 150 km. Es geht ins Gardetal, von La Villa biegen wir auf den Campolongo-Pass bis hoch auf den Pfalzener Rego. Auf der Fahrt dorthin gab es kleine Probleme. Roland hat mal wieder nicht aufgepasst und ist falsch abgebogen, was natürlich mit einer Strafrunde geahndet wird, die er auch sofort einlöst. Vom Pfalzener Rego hinunter nach Arabba über den Pass Pordoi, das Sellajoch und Grödnerjoch zurück nach Covara, wo wir auch unsere Mittagsrast machen. Nach letztmaligem auftanken in Pfalzen, um die Motorräder für die Heimfahrt startklar zu haben, sind wir bereits gegen 15:00 Uhr im Hotel, um den Tag auf der Terrasse oder im Whirlpool noch zu genießen. Jetzt bleibt uns nur zu hoffen, dass wir eine trockene und stressfreie Heimfahrt haben. Lediglich die Herren Thielmann, Kessler und Horn sind heute wieder voller Lebenslust. Nachdem sie am gestrigen Abend in aller Frühe das Bett aufgesucht haben, hängen sie diese verlorene Zeit heute wieder hintendran und hören erst gegen 2:30 Uhr auf den Manni an der Theke zu ärgern.

        7.Tag/ Freitag, 05.07.2013

 Die Sonne scheint. Es geht nach Hause, bei 20 Grad gehts los. Wir starten pünktlich um 8 Uhr. Es läuft problemlos. Die Motorräder sind vollgetankt. Wir benötigen lediglich drei Tankstopps und eine kurze Rast in Gredingen, um ohne Stau und ohne Komplikationen nach Hause zu kommen. Gegen 16:30 Uhr sind wir in Breitscheid. Frank erwartet uns bereits im Tennisheim zum obligatorischen Abschlussdrink. Eine wunderbare Woche geht zu Ende, ohne Komplikationen. Alles ist super gelaufen.